Überspringen
Alle Pressemeldungen

Heimtextil 2019: Grafische Muster und nachhaltige Materialien dominieren

30.01.2019

Struktur, grafische Muster und gesundheitsfördernde Materialien: Das sind die wesentlichen Trendsignale von der Heimtextil 2019 in Frankfurt am Main. Vom 8. bis 11. Januar bot die internationale Leitmesse für Wohn- und Objekttextilien einen attraktiven Rahmen für die Neuheiten der 3.025 Aussteller aus 65 Ländern.

Wer behauptet, es gäbe nicht „den einen Trend“, wurde auf der Heimtextil 2019 eines Besseren belehrt: Grafische Muster sind das Must-have der Saison – und zwar für alle Bereiche vom Teppich über die Wand- und Fensterdekoration bis hin zu Möbel- und Dekostoffen und auf dem Tisch, im Bad und im Bett. Zu sehen sind Variationen von Geometrien, Karos, Rauten und Diagonalstreifen ebenso wie Inspirationen aus den 50er, 60er und 70er Jahren, elegante Stilelementen aus dem Art Déco und Designs à la M.C. Escher.

Insbesondere letztere schlagen mit ihrer stark dreidimensionalen Optik einen Bogen zum zweiten Top-Trend: Über alle Textilarten hinweg liefern sehr haptische Strukturen spannende Impulse für Auge und Hand. Die durchweg griffigen Qualitäten vermitteln Aspekte wie Handarbeit, Qualität und Ehrlichkeit. Dazu gehören Baumwoll- und Leinenoptiken mit typischer Fadenverdickung, aufwendige traditionelle Webarten, interessante Cut-outs und Materialmixe, Anleihen aus der Outdoor- und Funktionsbekleidung sowie die allgegenwärtigen Patina-Effekte.

Besonders edel wirken diese strukturierten Oberflächen in der Kombination von dunklen Grau- und Silbertönen mit natürlichen, oft hellen Noncolours. Ergänzt werden die Kompositionen vor allem mit pudrigen Pastellen von Rosé über Flieder bis Mint und Blau. Die bewusste Abmischung mit hellen Graunuancen verleiht dem Farbfächer eine lässige und erwachsene Note. Parallel dazu entwickelt sich der Denim-Trend weiter, flankiert von einem robusten Style in Schlamm- und Khaki-Tönen im Mix mit leuchtendem Orange. Insgesamt wirken die Farbwelten sehr abstimmt und harmonisch. Kräftige Akzente durch Gold- und Senfgelb oder Ultraviolett finden sich vor allem in den opulenten, luxuriöseren Kollektionen.

Decorative & Furniture Fabrics: Gesundheitsfördernd und nachhaltig
Im neuen Messekonzept der Heimtextil überzeugten die Hallen 4.0, 4.1 und 4.2 als kompakter Treffpunkt für Möbel- und Dekostoffe, Polster- und Kunstleder, Teppichböden sowie das Objektgeschäft. Neben den wichtigen gestalterischen Komponenten rückten hier die Themen Gesundheit und Nachhaltigkeit sichtbar in den Vordergrund. Dieser Trend äußerte sich zum einen in den zahlreichen Neuheiten rund um Recycling, Upcycling und Cradle to Cradle. Innovatoren wie Trevira CS oder Antex setzen dabei auf neue Verfahren und nutzen Meeresmüll wie Fischernetze und PET-Flaschen als Rohstoff für ihre ebenfalls recycelbaren Garne. Den veganen Trend bedient u.a. Art & Interior mit einer hochwertigen Seidenqualität, die aus dem Kern der Baumwolle gewonnen wird. Die Firma Froca wiederum stellte mit ihrer auf Nanotechnologie basierenden Innovation eine teflonfreie Möbelstoff-Linie vor, die sich mit purem Wasser reinigen lässt.

Ein Umdenken findet auch beim Teppich statt: Anbieter wie Toucan-T präsentierten PVC-, Latex- und bitumfreie Lösungen, die pro 10.000 Tonnen Rohmaterial rund 12.600 Tonnen Abfälle und 70.000 Barrel Rohöl einsparen. Auch der wachsende Trend zur Teppich-Fliese birgt gegenüber der Rollenware nicht nur gestalterische Vorteile. Denn die kleineren Verpackungseinheiten reduzieren die CO2-Werte schon allein durch die besseren Transportmöglichkeiten.

Zum anderen sind Textilien und Bodenbeläge gefragt, die sich durch ihre gesundheitsfördernden Aspekte auszeichnen. Produkte von Ausstellern wie Tecnografica, Cerda Fabrics oder Essegomma sind geruchsneutral, atmungsaktiv, antibakteriell und antiallergen. Sie verfügen über schallabsorbierende Fähigkeiten und/oder reinigen durch ihre besonderen Eigenschaften die Raumluft. Anbieter wie Höpke markieren mit besonders pflegeleichten und gleichzeitig attraktiven Stoffen den Paradigmenwechsel im Alten- und Pflegebereich.

Digital Print Technology: Saubere Tinte
Auch im Digitaldruck – neu platziert auf der Heimtextil in der Halle 3.0 – wächst das Interesse an zukunftsfähigen Lösungen. Internationale Marktführer, wie etwa HP, entwickeln verstärkt nachhaltige Alternativen, darunter Latex-Technologien, die mit recycelbaren Materialien kombinierbar sind, sowie eine Range an wasserbasierten Tinten und geruchneutralen Prints, die sich auch für Krankenhäuser und Schulen eignen. In Sachen Design zeigten Aussteller wie Mimaki ihr Können in der Adaption von ein und demselben Kunstwerk (Tessa Koops) auf Leinwand, Tapete und Textil.

Wall Decoration: Neue Grafiken für die Wand  

In der Halle 3.1 machten Anbieter wie A.S. Création, ATT Rotex, Rasch, Grandeco, Architects Paper und Galerie Limited Lust auf neue Wände. Die Looks reichten von industrial über rustikal-natürlich bis hin zu edlem Art Déco, zu dem auch die unübersehbare Renaissance des Pfauenmotivs passt. Im Trend sind und bleiben die sehr haptischen Qualitäten, darunter Mauer-, Stein- und Pflanzenoptiken. Frische Impulse setzen Designs aus europäischen Metropolen vom Londoner Club-Chic bis zu Amsterdamer Kachel-Styles (AS Design). Bei den Motiven lösen vor allem grafische und geometrische Muster die floralen Dessins langsam ab. Eindrucksvoll wirken etwa geometrische Metallic-Strukturen. Frisch und farbenfroh blinken dazwischen überdimensional vergrößerte Dots oder Pflanzenausschnitte wie bei Wallpera und Casadeco. Technische Innovationen finden sich bei fast allen Anbietern im Bereich Brandschutz und geruchsneutralen Materialien. Aber auch kostengünstige Rollenlösungen als Alternative für den aufwendigen Digitaldruck sorgen, etwa bei Rasch, für Bewegung in der Branche.

Window & Interior Decoration: Spannende Perspektiven

Rund um den neuen Interior Decoration-Hotspot, der Halle 8.0, spielten Aussteller wie Apelt, Eustergerling, Heco, IFI Design, Saum & Viebahn oder Style Library die gestalterische Stärke dekorativer Textilien voll aus. In eindrucksvollen Präsentationen ließen sie die Besucher in verschiedene Stilwelten eintauchen. Abgestimmt auf die großen Trends, bestimmten auch hier vor allem grafische Dessins das Bild. Diese reichen von einfachen geometrischen Mustern wie Rauten, Karos und Streifen bis hin zu komplexen, vielfarbigen optischen Täuschungen. Dabei spielt der durchdachte Mix unterschiedlicher Garne, Webarten oder Materialien genauso eine Rolle wie der Wechsel zwischen Transluzenz und Blickdichte: Vorhänge und Stores zeigen durchbrochene Muster, Cut-outs und Patina-Aspekte. Hochwertige „Flickenteppiche“ schaffen mit unterschiedlich hohen Floren spannende, haptische Kreationen. Passende Sofa- und Kissenbezüge zeichnen sich durch zweifarbig melierte und griffige Strukturen aus.
Dazu sorgen intelligente Verdunklungssysteme – etwa von Buchheister – nicht nur für Sichtschutz, sondern werden zum attraktiven Designelement. Zeitgeistige Akzente setzte u.a. Kadeco. In der Tradition des Wabisabi, die das Alte besonders wertschätzt, stehen bei Plissees u.a. Ausbrenner, Patina-Effekte und die originäre Scheindreherwebtechnik.   

Beautiful Living: Gute Laune-Trends

Trends für Decken, Kissen, Plaids – kurz Accessoires, mit denen sich das Interieur leicht saisonal aufpeppen lässt – präsentierten Aussteller wie Lanerossi, Silkeborg Uldspinderi und Zoeppritz. Sie überzeugten mit breiten und sehr stimmigen Farbfächern. Zwischen den auch hier dominierenden Pastellen kommt mit robusten Braun- und Khakitönen in Kombination mit leuchtendem Orange ein urbanes Jagdschloss-Feeling auf. Freunde der 70er Jahre wird eine spezielle Neuheit freuen: Das gute alte Frottee hält Einzug in das Interior Design. Mit kräftigen Farben machen bei Pad Home Design Motive wie Wal, Hummer und Krebs schon jetzt Lust auf den Sommer. Frisch und farbenfroh auch die neuen Designs für die Tischwäsche. Für Kinderfreude bei den Mahlzeiten sorgt Colombo mit Tischdecken im Schultafeldesign, die die Kleinen mit Kreide bemalen können.

Smart Bedding: Schlafen wie im Weltall
Der Schlaf als das neue Lifestyle-Thema erhielt auf der Heimtextil 2019 besondere Aufmerksamkeit. Die verschiedenen Lösungen zur Verbesserung der nächtlichen Regeneration reichten von Hotelbetten, die individuell auf den Gast eingestellt werden können (GX by Rummel), über smarte Schlafsensormatten von Withings Sleep bis zu technischen Materialien aus der Raumfahrt bei Outlast Technologies. Diese regulieren die Temperatur während des Schlafs über die Veränderung ihres Aggregatzustandes. Auch Nachhaltigkeit rückt weiter in den Fokus, etwa bei Ecobel/Belnou, Traumina oder OBB mit immer reiferen Recycle- und Cradle to Cradle-Ansätzen oder dem bewussten Fokus auf Bioqualitäten, Herkunft und Tradition.

Bed & Bath Fashion: Wohlfühlmomente
Und natürlich unterstützen auch die Trends aus der neuen Halle 12 süße Träume. HG Hahn verbindet das Gute mit dem Schönem und weist mit der Wal-Sonderedition auf den Schutz der Weltmeere hin. Die Bettwäsche ist nicht nur nachhaltig hergestellt, sondern verzichtet auch bei der Verpackung komplett auf Plastik. Ebenfalls garantieren trendbewusste Stone-washed- und Crêpe-Nature-Waren bügelfreies Schlafvergnügen. Insgesamt sorgen große Marken wie Bierbaum, Christian Fischbacher, Cawö, Esenza, Estella, Irisette, Lexington, Schlossberg und Vossen mit sehr schlüssigen Kollektionen und Farbwelten für Wohlfühlmomente in Bad und Bett. Neben entspannten Melangen von Rosé und Hellgrau setzen starke Kompositionen wie etwa Rot-Lila oder Orange-Grau-Schwarz zeitgemäße Akzente. Ins Auge fallen dazu lässige Industrial-Styles in Denim/Blau-Grau-Braun auf der einen Seite und fröhliche oversized Dots auf der anderen. In der Halle 12.1 präsentierten Anbieter wie Estamparia Textil Adalberto, Altinbasak, Bestitch, Casa Soft, Doksan, Erteks, NLG - Nile Linen Group oder Makroteks zeitgeistige Kollektionen u.a. für die Hotellerie. Diese schlagen gekonnt den Bogen von urbaner Eleganz in edlen grau-blauen Farbwelten zu sehr modernen Interpretationen des Landhaustils.

All about Pets: Tierisches Vergnügen

Pets welcome! Neue Trends und intelligente Produkte für Haustiere präsentierten die Aussteller in der Galleria. Hier gab es unter anderem spezielle Hundedecken für Welpen, die die Kleinen gerne zerbeißen dürfen – weil sie es ja sowieso tun. Laboni stellte neben den mehrfach mit Designpreisen ausgezeichneten Tiermöbeln eine Spielzeugserie vor. Die Kautierchen aus Naturfasern wirken zahnreinigend und sind maschinenwaschbar. Darling Little Place begeisterte mit ergonomischen und stylischen Bodenkissen für alle Hundegrößen – bestehend aus einer waschmaschinentauglichen Matratzeneinlage und einem Kuscheleinsatz. Und wenn die schicken Tiermöbel von Lex & Max oder Frau Frauchen nicht fürs Wohlgefühl genügen, dann gibt es nun luftreinigende Düfte, die die Atmosphäre im Nu aufklären.

Presseinformationen & Bildmaterial:
www.heimtextil.messefrankfurt.com/journalisten

Ins Netz gegangen:
www.heimtextil.messefrankfurt.com
www.heimtextil-blog.com
www.facebook.com/heimtextil
www.twitter.com/heimtextil
www.youtube.com/heimtextil
www.instagram.com/heimtextil

NEU: Newsroom
Informationen aus der internationalen Textilbranche und zu den weltweiten Textilmessen der Messe Frankfurt
www.texpertise-network.com

Hintergrundinformation Messe Frankfurt
Messe Frankfurt ist der weltweit größte Messe-, Kongress- und Eventveranstalter mit eigenem Gelände. Mehr als 2.500* Mitarbeiter an 30 Standorten erwirtschaften einen Jahresumsatz von rund 715* Millionen Euro. Mittels tiefgreifender Vernetzung mit den Branchen und eines internationalen Vertriebsnetzes unterstützt die Unternehmensgruppe effizient die Geschäftsinteressen ihrer Kunden. Ein umfassendes Dienstleistungsangebot – onsite und online – gewährleistet Kunden weltweit eine gleichbleibend hohe Qualität und Flexibilität bei der Planung, Organisation und Durchführung ihrer Veranstaltung. Die Servicepalette reicht dabei von der Geländevermietung über Messebau und Marketingdienstleistungen bis hin zu Personaldienstleistungen und Gastronomie. Hauptsitz des Unternehmens ist Frankfurt am Main. Anteilseigner sind die Stadt Frankfurt mit 60 Prozent und das Land Hessen mit 40 Prozent.
Weitere Informationen: www.messefrankfurt.com
* vorläufige Kennzahlen 2018

Die Messe Frankfurt verwendet Cookies, um Ihnen das bestmögliche Besuchserlebnis bieten zu können. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Informationen